Hass im Netz ist allgegenwärtig, bedrohlich und besonders häufig gegen Frauen gerichtet. Meistens sind private Klagen die einzige rechtliche Möglichkeit dagegen vorzugehen. Das ist jedoch mit großem persönlichen und finanziellen Risiko verbunden – so eine Klage muss man sich erst einmal leisten können.

„In den letzten Monaten und speziell seit dem Urteil am Dienstag habe ich weit über 1.000 Nachrichten erhalten. Viele Menschen sind empört über den (vorläufigen) Ausgang meines Prozesses und den Hass im Netz. Sehr viele haben mich gefragt, wo sie spenden können.“, berichtet Sigi Maurer am Montag Vormittag bei einer Pressekonferenz. Sie richtet nun gemeinsam mit ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit einen Rechtshilfefonds ein, der nicht nur ihr, sondern auch anderen Betroffenen von Hass im Netz helfen soll.

Mit dem Rechtshilfefonds sollen einerseits die Kosten im aktuellen Prozess von Sigi Maurer übernommen werden, die für die Veröffentlichung von sexistischen, erniedrigenden Nachrichten in erster Instanz sogar schuldig gesprochen wurde. Darüber hinaus soll das kostenlose rechtliche Beratungsangebot von ZARA gegen Hass im Netz abgesichert und ausgebaut, sowie eine Möglichkeit geschaffen werden, Klagen von weiteren Betroffenen finanzieren zu können.

 Du möchtest Hass und Hetze im Netz ebenfalls den Kampf ansagen? Dann unterstütze auch Du den Rechtshilfefond mit deiner Spende: Dies kannst du hier tun.