Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des deutschen Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) haben Facebook, Google und Twitter eine erste Bilanz gezogen. Insgesamt wurden 213.330 Inhalte an die Sozialen Netzwerke gemeldet.

Auf YouTube meldeten User*innen und Meldestellen fast 215.000 umstrittene Beiträge, wovon rund 58.000 gelöscht wurden. Der Kurzbotschaftendienst Twitter erhielt insgesamt fast 265.000 Beschwerden, von denen das Unternehmen knapp 29.000 aus dem Netz entfernte. Facebook hingegen erhielt 886 Meldungen, die sich auf 1704 Beiträge bezogen. Davon wurden 362 Beiträge gelöscht.

Twitter und YouTube verzeichnen im Vergleich wesentlich höher Zahlen von Meldungen als Facebook. Ein Grund dafür ist der unterschiedliche Meldeweg. Auf Twitter und YouTube ist es wesentlich einfacher relevante Beiträge aufgrund des NetzDG zu melden, da hierfür eine Meldefunktion direkt vorhanden ist. Bei Facebook hingegen, muss ein separates Formular ausgefüllt werden – dies kritisiert das Justizministerium als einen „komplizierten Beschwerdeweg“.

Dem Gesetz zufolge müssen offensichtlich rechtswidrige Inhalte in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Beschwerde entfernt oder gesperrt werden. Sollten die Online-Konzerne die neue Vorschrift nicht befolgen, drohen Bußgelder in Millionenhöhe.

Wenn auch Du auf hasserfüllte Beiträge auf Social Media aufmerksam wirst oder selbst von Cyber Mobbing betroffen bist, musst Du das nicht einfach hinnehmen. Melde den Beitrag! Auf CounterACT – ACT: Melden findest Du verschiedene Videos die Dir zeigen, wie Du Beiträge richtig meldest.

Den gesamten TT-Artikel zur Halbjahres Bilanz kannst Du hier nachlesen.